MM: Sie sagen, dass Sie auch über die gesellschaftlichen Entwicklungen aufklären. Wie sehen Sie diese denn genau?

H. Fröhner: Natürlich kritisch. Denn der Zustand der Gesellschaft ist mittlerweile mehr als besorgnis- erregend: Die Gesellschaft wird immer mehr überfremdet, die Kriminalität steigt in allen Bereichen ständig an, immer mehr Kinder werden missbraucht, die Armut nimmt ständig zu, immer mehr denken die Menschen nur noch an sich selbst, sie beschäftigen sich nicht mehr mit wichtigen Dingen, sondern schauen ein Fernsehprogramm, was an Dummheit und Perversion nicht mehr zu überbieten ist. Natürlich bietet das System diese Fernsehprogramme nicht grundlos an, denn die Menschen sollen sich ja von wichtigeren Dingen ablenken lassen und dabei möglichst nicht an Intelligenz gewinnen. Die Auswirkungen sind ja mittlerweile auch messbar: Dank der PISA-Studien weiß man, dass Menschen heutzutage in den Schulen nicht mehr gebildet werden, sondern ihnen lediglich das Funktionieren beigebracht wird. Und so kommen junge Menschen aus der Schule, die weder ihre Muttersprache richtig schreiben noch rechnen können. Von der politischen Bildung ganz zu schweigen: Man trichtert ihnen geschichtlichen Unsinn ein und lehrt sie, dass die BRD und die EU die tollsten Errungenschaften sind. Das diese Konstrukte totalitäre Diktaturen sind, in denen die Meinung des Volkes nicht das Geringste zählt, merken sie schon lange nicht mehr, da dafür Wissen notwendig ist, über das sie nicht verfügen. Somit können wir heute sehen, dass der Großteil der Deutschen aufgrund dieser Entwicklungen keine eigene Meinung und kein eigenes Wissen mehr hat und nur noch nachplappert, was man ihm vorher fortwährend eingetrichtert hat. Das Ergebnis ist volle Informationskontrolle und die gezielte Meinungs- bildung, wie man kürzlich in einer Sendung von Anne Will eindrucksvoll sehen konnte...

MM: Was meinen Sie damit?

H. Fröhner: Nun, es gab kürzlich eine der üblichen Diskussionsrunden bei Anne Will mit dem Thema „Schweizer machen die Schotten dicht - Aufschwung für Rechtspopulisten?” Links von Anne Will saßen drei Befürworter dieser These, unter anderem Frau Gesine Schwan, die enge Vertraute von Frau Merkel - und rechts von ihr eine Vertreterin der AfD und ein Vertreter der Schweizer SVP, der das Volksbegehren erklärte. 70 Prozent der Redezeit bekam die links sitzende Fraktion, die jeweils auch ausreden konnte und wilde Thesen über die undemokratische und fremdenfeindliche Schweiz verbreitete und der AfD laufend rechte Gesinnungen und Fremdenfeindlichkeit unterstellte. Die beiden Vertreter auf der rechten Seite durften sich die restliche Zeit teilen, wurden aber von den anderen - und gezielt auch von Anne Will - laufend unterbrochen. Nun gibt es ja bei solchen „Veranstaltungen” immer auch ein Publikum. Auffallend bei dieser Sendung war, dass dieses vorwiegend und zu ca. 80 Prozent aus Schülern bestand. Das ist bei einer so späten Sendung nicht üblich, und ich sah bei Anne Will auch zum ersten Mal eine solche Zusammenstellung des Publikums, da sonst immer ein gut gemischtes Publikum anwesend war. Doch warum war es dieses Mal anders? Man konnte nach dem Schweizer Referendum zur Zuwanderungsquote in die Schweiz - genau wie bei dem vorhergehenden zum Thema „Kriminelle Ausländer aus der Schweiz ausweisen” - anhand der öffentlichen Meinung in Deutschland sehen, dass diese die Schweiz in dieser Meinung voll unterstützt! Und hätte man es zugelassen, dass ein guter Durchschnitt des deutschen Volkes als Zuschauer an dieser Sendung teilgenommen hätte, dann hätte es begeisterte Beifallsstürme zu den Worten des Schweizer Vertreters gegeben, die z. B. lauteten: „Ein Schweizer kann in einem Jahr öfter abstimmen als ein Deutscher in seinem Leben” oder „Europa ist über die Köpfe der Bürger hinweg gestaltet worden. Sie wissen, dass die Deutschen wie die Schweizer entscheiden würden.” Was war aber die tatsächliche Reaktion? Die Schüler applaudierten immer dann, wenn die links sitzenden Vertreter die EU lobten und auf die Schweiz schimpften. Wenn der Schweizer Vertreter sprach, regte sich nichts. Was soll man auch anderes von Schülern erwarten können, die überhaupt kein nützliches Wissen besitzen und die tatsächlichen Zusammenhänge und Hintergründe daher tatsächlich nicht erkennen können?! Genau deshalb setzte man sie ja auch ins Publikum! Abgerundet hat die gezielte Meinungsmanipulation dann am nächsten Tag ein Beitrag über diese Sendung in der „Welt” mit dem reißerischen Titel „Von Schweizer Populisten kann die AfD viel lernen”. Mich überkommt regelmäßig der Ekel, wenn ich diese Auswüchse des deutschen „Qualitätsjournalismus” mitbekomme, der politisch gesteuert wird und mittlerweile in unserem Land ganz normal geworden ist. Ich selbst gab den verschiedensten Medien in der Vergangenheit ebenfalls schon einige Interviews, die dann regelmäßig ins Gegenteil verkehrt wurden und deren Kernaussagen man unter den Tisch fallen ließ. Was soll man dazu anderes sagen, als dass wir schon wieder in einer Art Gleichschaltung der Medien angekommen sind, die diesem Land schon einmal den Weg in den Untergang ebnete...

MM: Wollen Sie denn wirklich so weit gehen, dass Sie die damalige Zeit mit der heutigen vergleichen?

H. Fröhner: Natürlich kann man nicht so weit gehen, zu behaupten, dass beide Entwicklungen - die damalige und die heutige - absolut vergleichbar wären. Mechanismen hingegen schon. Wenn man nur der Definition folgt, dann führen autoritäre und totalitäre Entwicklungen letztendlich zu Faschismus. Der Weg dahin kann aber auch nur über die Manipulation der Massen erreicht werden, da die Masse der Menschen eben autoritäre und totalitäre Systeme ablehnt. Also muss man sie über die tatsächlichen Ziele hinwegtäuschen. Jemand, der es wissen muss, hat das einmal mit folgenden Worten erklärt: „Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwerten, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Wort das Gewollte sich vorzustellen vermag.” Und so wird heute nichts anderes als Propaganda betrieben, die eben hauptsächlich dem Ziel der Täuschung dient. Und genau deshalb hat beispielsweise die EU auch den Friedensnobelpreis bekommen: Damit jeder dieses Konstrukt als etwas sehr gutes wahrnimmt und jeder, der es ablehnt, als Friedensfeind denunziert werden kann. Letztlich ist die EU aber autoritär und totalitär, und die Entwicklung, in der wir uns befinden, besorgniserregend. Um noch einmal bei dem Bild der Sendung von Anne Will zu bleiben: Da niemand diese Entwicklung bemerkt, hat die Politik mit ihrer Propaganda aber schon hervorragende Ergebnisse erzielt - was sich an den Beifallsbekundungen der Schüler in Richtung der EU deutlich zeigt.

MM: Die Politik hat sich doch schon immer gewisser Darstellungen bedient, und bekannt ist ja auch, dass sich nicht auf jedem Wahlplakat umsetzbare Ziele wiederfinden. Der Politik aber reine Propaganda zu unterstellen, geht das nicht etwas zu weit?

H. Fröhner: Aus meiner Sicht nicht. Ich kann in diesem Zusammenhang nur wieder auf den Inhalt meiner Bücher, speziell „Nacht” und „Kapitalismus”, hinweisen, in denen ich über die tatsächlichen Hintergründe und Entwicklungen in der BRD und der EU schreibe. Wenn man um diese Tatsachen weiß und dann die offiziellen Darstellungen der Medien daneben stellt, dann wird sofort klar, dass wir nur von politisch motivierter und verschleiernder Propaganda umgeben sind.

MM: Gut, dann muss wohl jeder Ihrer Leser letztlich für sich selbst entscheiden, ob er dem zustimmen kann. Erlauben Sie mir abschließend noch die Frage, wie Ihre Visionen einer möglichen Zukunft aussehen und was Sie sich für die Zukunft wünschen.

H. Fröhner: Zuerst einmal wünsche ich mir mehr intelligente Menschen in Deutschland. Und dieser Wunsch kommt nicht von ungefähr: Jedes Jahr verlassen knapp eine Million Schüler die Schulen, deren Bildungsstand als nicht ausreichend bezeichnet werden muss. Der Großteil von ihnen ist uninteressiert und stellt damit auch nicht unbedingt eine Bereicherung der Gesellschaft dar. Hinzu kommen noch all die Menschen, die denken, dass sie mit dem Studium der Tagesschau umfassend über politische Entwicklungen und Hintergründe in ihrem Land informiert sind und dass sie mit der Abgabe ihrer Stimme bei den diversen Wahlveranstaltungen der BRD ihren Bürgerpflichten in ausreichender Form Genüge getan haben. Diese Menschen sind einfach zu leichtgläubig. Auch bei diesen wünsche ich mir eine höhere Intelligenz, da von der Intelligenz der breiten Masse abhängen wird, ob der derzeitige Weg der Gesellschaft wieder in einer Katastrophe enden wird. Wenn diese Menschen dann wieder sagen, sie hätten von all dem nichts gewusst, wird man ihnen diesmal entgegenhalten können, dass das Wissen nur einen Klick entfernt ist, da man heutzutage im Internet leicht auf die von mir genannten Tatsachen stoßen kann!

Wie aber die Zukunft nun genau aussieht, lässt sich schwer sagen. Momentan ist eine Entwicklung festzustellen, bei der sich immer mehr Menschen zusammenfinden und engagieren. Das lässt hoffen, dass es doch noch einen anderen Weg geben kann. Natürlich müssen sich dafür noch viel mehr Menschen von den fesselnden Unwahrheiten befreien und ihr Land wieder traditionell als Vaterland wahrnehmen, für das es sich zu kämpfen lohnt. Es geht ja immerhin um unser aller Zukunft! Lassen Sie uns gemeinsam hoffen, dass eine positive Zukunft, in der die Menschen wieder frei und unabhängig leben können, immer noch möglich ist.

MM: Wie meinen Sie denn, kann das erreicht werden?

H. Fröhner: Nur durch die Wahrheit und durch Erkenntnis! Wenn wir uns alle an unseren gesunden Menschenverstand erinnern und an die Werte, die vorherige Generationen noch kannten, dann haben wir schon mal eine gute Basis. Und wenn wir bei unserem Handeln immer in uns hineinhören und zwischen richtig und falsch abwägen, dann können wir auch wieder Falsches als solches erkennen und anders handeln. Wir müssen aber die Wahrheit dafür kennen. Buddha prägte einmal diesen Satz: „Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil es ein anderer glaubt. Glaube nur das, was du selbst als wahr erkannt hast!” So können wir die Welt mit einfachen Wahrheiten verändern - jeder für sich. Letztlich können wir immer nur selbst etwas verändern und dabei müssen wir immer auch mit uns selbst beginnen. Michael Jackson hatte genau diese Botschaft auch in seinem Song „Man in the Mirror”: „Deshalb fange ich jetzt bei mir an: Ich werde mit dem Menschen im Spiegel beginnen und ihn darum bitten, seine Ansichten zu ändern. Denn eines steht fest: Wenn du die Welt zu einem besseren Ort machen willst, dann fang zuerst einmal bei dir selbst an, etwas zu verändern.”

MM: Ein toller Schlussgedanke. Ich danke Ihnen für das Gespräch!

H. Fröhner: Ich danke Ihnen für das Interesse.